› Dezember 2011

Magazin Dicht!,
Ausgabe 04/2011
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Prozesssicher verkleben:
Touch-Panel Bildschirmsteuerung für Mähdrescher

  • Der Klebstoff wird mit einer CNC-gesteuerten Dosieranlage einseitig und thixotrop in eine vorbereitete Nuttasche (Breite: ca. 4mm) appliziert.
  • Per Vakuumgreifer wird die speziell präparierte Glasscheibe behutsam in das Kleberbett auf der Kunststoffvorderschale platziert.

Die Bedienung moderner Mähdrescher erfolgt über komfortable Touch-Panel Bildschirmsteuerungen in der Fahrerkabine. Dieser Touchscreen muss absolut dicht sein gegen Staub, Schmutz und Feuchtigkeit sowie resistent gegen ständige Vibration und erhebliche Temparaturdifferenzen. Eine prozesssichere Lösung für das Verkleben der einzelnen Komponenten der Gehäusevorderschale fertigt die Michelfelder GmbH-West (www.michelfelder.de), das in Haan/Rhld. ansässige Dienstleistungsunternehmen für innovative Dichtungs- und Dosiertechnik, in Serie. 

Endkunde der Applikation ist ein namhafter deutscher Mähdrescherhersteller. Als Auftraggeber der Fa.  Michelfelder fungiert ein System-Dienstleister, der Präzisionskomponenten für den Elektronikbereich produziert. Die Touch-Panel-Steuereinheit wurde in Kooperation zwischen Endkunde und Systemlieferant entwickelt, wobei das Pflichtenheft der Baugruppe die IP-Dichtheitsklasse 64 verlangt. Um diesen Standard zu erfüllen, muss die Glasscheibe des Touchscreens fest und sicher mit der Kunststoffvorderschale verbunden sein. Entsprechend werden die beiden Komponenten mittels automatisiertem Klebeprozess zu einer Baugruppe zusammengefügt. Dazu wird die 250 x 200 mm große Kunststoffvorderschale zunächst mit der Rückseite nach oben auf eine kratzerfreie Unterlage platziert. Eine CNC-gesteuerte Dosieranlage appliziert den Klebstoff vom Typ RAKU-PUR 30-2010 A/B (Hersteller: Rampf Gießharze) einseitig und thixotrop in eine vorbereitete Nuttasche mit einer Breite von ca. 4mm. Per Vakuumgreifer befördert der Maschinenbediener anschließend die speziell präparierte Glasscheibe behutsam in das Kleberbett. Um eine gute Kontaktierung der Komponenten zu gewährleisten, wird das Bauteil mit einem Gewicht, d.h. mit definiertem Pressdruck, für ca. 15 Minuten beschwert. Der standardisierte Produktionsablauf, insbesondere das automatische Dosieren im FIPFG-Verfahren, garantiert höchste Prozessstabilität und somit reproduzierbare Ergebnisse auf dem vorgegebenem Qualitätsniveau. Nach erfolgreicher Bemusterung im Frühjahr 2010 fertigt das flexible Haaner Unternehmen inzwischen jährlich insgesamt ca. 8.000 Stück der Gehäusevorderschalen, wobei drei verschiedene Varianten geordert werden. Den hohen Beanspruchungen im Dauereinsatz auf den Erntefeldern hält die Baugruppe zuverlässig stand.

Erfolgreiche Messe-Premiere:
Michelfelder erstmals mit eigenem Stand auf der TUBE.
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Neue Anlage zur Rohrbearbeitung:
RSM bietet ab sofort erweiterte Möglichkeiten für die Rohrfertigung. mehr

EMAS-Validierung:
Unternehmerische Verantwortung für Mensch und Umwelt bestätigt.
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